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Filmkritiken

Zusammen ist man weniger allein [Film]


Audrey Tautou schlüpft in Zusammen ist man weniger allein wieder einmal in die Rolle einer etwas verschrobenen Gestalt: nämlich in die der Camille Fauque, die sehr zurückgezogen lebt und abends als Putzfrau (sie nennt es 'Fachfrau für Oberflächen') arbeitet. Durch Zufall freundet sie sich mit einem ihrer Nachbarn an, dem introvertierten Philibert Marquet de La Durbellière, der auf seine adelige Herkunft außerordentlich stolz ist. Als Camille an einer Grippe erkrankt, nimmt Philibert sie bei sich auf und pflegt sie gesund. Bei dieser Gelegenheit lernt Camille auch Philiberts etwas schroffen und abweisenden Untermieter Franck, einen Koch, kennen, der gar nicht begeistert darüber ist, dass noch jemand sich mit ihnen die Wohnung teilt. Und schließlich gibt es da noch Francks Großmutter Paulette, die fast niemanden außer ihren Sohn an sich heranlässt, letztendlich dann aber auch bei Philibert, Franck und Camille einzieht.
Man braucht nicht viel Phantasie um zu erahnen, dass diese vier Einzelgänger nach und nach aufeinander zu gehen und am Ende merken, dass man eben zusammen weniger allein ist. Wie dies geschieht ist zwar recht vorhersehbar, jedoch trotzdem nett anzuschauen. Somit beschert Zusammen ist man weniger allein einen vergnüglichen Kinoabend - in Erinnerung bleiben wird er jedoch nur den wenigsten.
3 von 5 Sterne
[Ensemble, c'est tout; F 2007; 97 min; FSK 12; R: Claude Berri; D: Audrey Tautou, Guillaume Canet, Laurent Stocker, Françoise Bertin, Firmine Richard, ...]

24.8.07 19:54


Zodiac - Die Spur des Killers

Zodiac - so lautet das Pseudonym eines Serienmörders, der Ende der 60er Jahre in San Francisco tatsächlich sein Unwesen trieb. Zodiac schickte Briefe an Lokalzeitungen, in denen er seine Taten ankündigte oder den Zeitungen mit Symbolen verschlüsselte Botschaften zukommen lies. In diesen Briefen behauptete der Zodiac-Killer 37 Morde begangen zu haben - die Behörden ordnen ihm jedoch nur sieben Opfer zu, von denen zwei verletzt überlebten.
Um diesen Mörder, der häufig jungen Paaren an einsamen Orten auflauerte, dreht sich der Film von David Fincher (Sieben). Der Polizist Dave Toshi (Mark Ruffalo) ist mit den Ermittlungen über die Zodiac-Morde betraut. Parallel dazu versucht auch der Journalist Paul Avery (Robert Downey Jr.) vom San Francisco Chronicle, bei dem einige von Zodiacs Briefen eingingen, den Morden auf den Grund zu gehen. Robert Graysmith (Jake Gyllenhaal), ein Karikaturist beim San Francisco Chronicle, der sich schon immer für Rätsel und Zahlenspiele interessierte, fängt wegen der verschlüsselten Nachrichten des Zodiacs ebenfalls an, sich für Zodiac zu interessieren und mischt sich ebenfalls in die Ermittlungen ein.
Graysmith verfällt mit der Zeit ganz der Jagd nach dem Killer. Die Suche wird zur Obsession, die ihm seine Familie und seinen Beruf kosten wird, dennoch kann er nicht aufhören, solange er nicht weiß, wer hinter dem Pseudonym steckt. Graysmith - diese Person gab es, wie alle Hauptfiguren in dem Film, wirklich - entschließt mit der Zeit ein Buch über den Killer zu schreiben, auf dem dieser Film beruht.
So erzählt der Film auch geradlinig die Geschichte des Zodiac-Killers - angefangen vom ersten Mord am 4. Juli 1969 bis in die 90er Jahre hinein, als eines der überlebenden Opfer einen Verdächtigen als mutmaßlichen Täter identifizierte. Der Film ist handwerklich toll gemacht und alle Schauspieler liefern überzeugende Leistungen. Die Story, die vor allem aus der Sicht von Robert Graysmith erzählt wird, ist auch durchweg spannend erzählt, wenn auch die Luft in den 158 Minuten, die der Film für die Geschichte braucht, im Kinosaal streckenweise etwas dünn wird. Insgesamt wirkt der Film sehr sachlich, die Ereignisse um den Zodiac-Killer werden schlicht auf die Leinwand gebannt. Doch ist es auch diese Sachlichkeit, dem der Film sein Niveau und Anspruch verdankt, den ihn von den typischen Hollywood-Krimis abhebt. Am Ende des Films wird man vor dem Abspann darüber informiert, wie die Mörderjagd endete: 1992 wurde das Ermittlungsverfahren ergebnislos eingestellt, der Zodiac-Mörder wurde niemals gefasst. Da der Film sich an den historischen Tatsachen orientiert, wird im Film auch keiner der Verdächtigen als Killer entlarvt - auch wenn dem Zuschauer stark suggeriert wird, dass der damalige Hauptverdächtige auch der Mörder gewesen sein soll. Somit ist es dann etwas enttäuschend, dass dem Zuschauer nach gut zweieinhalb Stunden keine Lösung des Krimis geboten wird.
Trotzdem lohnt sich das Sitzfleisch für diesen Film auf jeden Fall. Atmosphärisch überzeugt der Film durchweg und ist dank der souveränen Inszenierung durch David Fincher durchaus sehenswert.
3 von 5 Sterne
[Zodiac; USA 2007, 158 min, FSK 16; R: David Fincher; D: Jake Gyllenhaal, Robert Downey Jr., Mark Ruffalo, Anthony Edwards, Brian Cox, Clea DuVall, Adam Goldberg, Chloë Sevigny, ...]

3.6.07 09:49


Pirates Of The Caribbean - Am Ende Der Welt [Film]

"Soll ich dir eine Machete für dein intellektuelles Dickicht leihen?" fragt Captain Jack Sparrow (Johny Depp) den etwas verwirrten Will Turner (Orlando Bloom) - ein Spruch, der zu den Highlights dieses Piratenabenteuers gehört. Zu diesem Zeitpunkt kann man als Zuschauer die Frage auch als an sich selbst gerichtet verstehen und mag am liebsten rufen: "Ja! Bitte!". Fluch der Karibik 3 erzählt eine an für sich zwar recht einfach gestrickte Story. Die Drehbuchautoren haben dieses Grundgerüst jedoch mit so vielen Nebenhandlungen, Wendungen und Verwirrspielen gespickt, dass der Verstand schon bald Schiffbruch erleidet...
Im dritten Teil der Piratensaga hat sich die East India Trading Company unter Lord Beckett (Tom Hollander) mit Davy Jones (Bill Nighy) und dessen Geisterschiff Flying Dutchman gegen die Piraten verbündet.
Währenddessen sind Will Turner und Elizabeth Swann (Keira Knightly) zusammen mit dem im zweiten Teil kurzerhand von den Toten auferstandenen Captain Barbossa (Geoffrey Rush) auf dem Weg ins Totenreich des Davy Jones, um Captain Jack Sparrow, der am Ende des zweiten Teils von Davy Jones Riesenkrake verschlungen wurde, zurückzuholen. Anschließend wollen sich die Piratenfürsten der Welt versammeln um sich gegen die East India Trading Company zu verbünden...
Man muss vieles in dem Film einfach hinnehmen. Wieso der im ersten Teil von Jack Sparrow getötete Barbossa im zweiten Teil wieder auferstanden ist, wird beiläufig damit erklärt, dass die Spirtuelle Tia Dalma (Naomie Harris) ihn zurückgeholt hat - als sei dies selbstverständlich. Die Frage, die sich bei jedem Kinobesucher des zweiten Teils aufdrängte, wie man Jack Sparrow für den dritten Teil nur wiederbeleben wird, nachdem er von der Krake verspeist wurde, wird auch auf recht unspektakuläre Weise gelöst: Man fährt kurzerhand ins 'Reich der Toten' (eben: ans Ende der Welt) und holt ihn zurück, was sich letztendlich auch als verhältnismäßig unproblematisch herausstellt.
Aber gut, es ist ein Fantasyfilm, da kann man es den Drehbuchautoren auch verzeihen, wenn die Fantasie etwas mit ihnen durchgeht. Allerdings scheinen sie von allen guten Geistern verlassen gewesen, als ihnen der Einfall kam, dass der asiatische Captain Sao Feng (Chow Yun-Fat) Elizabeth Swan zu seiner Nachfolgerin als Kapitän und Piratenfürst macht. Denn dieser Aufgabe mag zwar Elizabeth Swan gewachsen sein - Keira Knightly ist es sicher nicht. Als Opfer einer Entführung im ersten Teil reichen ihre schauspielerischen Leistungen, doch in diesem Teil ist sie restlos überfordert. Dazu ist sie auf unerklärliche Weise immer perfekt geschminkt, während ihre männlichen Kollegen mitgenommener aussehen.
Den Drehbuchautoren sind aber auch sonst einige Ideen gekommen, ohne die der Film gut ausgekommen wäre. Etwa einen Heiratsantrag des schauspielerisch ebenfalls völlig überforderten Orlando Bloom als Will Turner an Elizabeth - mitsamt Trauung durch den Captain und das mitten in einer Schlacht zwischen zwei Säbelhieben!
Und schließlich wurde hier der Trumpf der ersten beiden Teile verspielt: Johnny Depp. Seine Rolle geht hier verhältnismäßig unter und anstatt - mit einigen Ausnahmen - auf den Wortwitz und die Schlagfertigkeit der ersten beiden Teile zu setzen, führt Jack Sparrow die meiste Zeit zwanghaft komische Selbstgespräche mit seinen Alter-Egos. Den Autoren sind wohl die Ideen ausgegangen.
Dafür hat Geoffry Rush als Barbossa hier einen großartigen Auftritt und schlägt Johnny Depp bei weitem, was die Leinwandpräsenz angeht. Und nach Rush hatten wohl sein Äffchen und einige Nebenfiguren aus der Crew die besten Auftritte.
Insgesamt ist der Film natürlich ein großes Spektakel, das auch trotz der Länge von fast drei Stunden gut unterhält. Die Special Effects, die seltsamen Figuren, die fantasievollen Sets und die atemberaubenden Schlachten machen einfach Spaß - auch trotz der etwas verworrenen Geschichte. Trotzdem ärgert man sich ein wenig, wenn man an den tollen ersten Teil der Piratensaga denkt und merkt, dass der dritter Teil weit dahinter zurückbleibt.
3 von 5 Sterne
[Pirates Of The Caribbean: At World's End; USA 2007; 169 min; FSK 12; R: Gore Verbinski; D: Johnny Depp, Orlando Bloom, Keira Knightley, Geoffrey Rush, Chow Yun-Fat, Bill Nighy, Jack Davenport, Tom Hollander, Kevin cNally, Naomie Harris,...]

2.6.07 12:33


Spiderman 3 [Film]

Nachdem wir im ersten Teil sehen konnten, wie Peter Parker zu Spiderman wurde ('Aus großer Kraft folgt große Verantwortung') und im zweiten Teil gezeigt wurde, wie Spiderman sein Privatleben und sein Superhelden-Leben unter einen Hut zu bringen versucht, will Spiderman Peter Parker (Tobey Maguire) seiner Freundin Mary Jane Watson (Kirstin Dunst) nun einen Heiratsantrag machen.
Allerdings hängt bei Peter, der in der ganzen Stadt New York als Spiderman frenetisch gefeiert wird, und Mary Jane, die nach schlechten Kritiken ihre erste Rolle am Broadway verliert, der Haussegen ordentlich schief. Peter nimmt Mary Janes Sorgen überhaupt nicht wahr und ist viel zu sehr mit der Verbrecherjagd und sich selbst beschäftigt, woraufhin sich Mary Jane zunehmend Peters Schulfreund und Spidermans Erzrivalen Harry Osborne (James Franco) zuwendet.
Daneben muss sich Spiderman im dritten Teil der Trilogie mit Harry als Grünem Kobold Jr., dem zum (im wahrsten Sinne des Wortes) Sandmann mutierten Verbrecher Flint Marko (Thomas Haden Church), der einst Peters Onkel tötete, sowie einem Venom (Topher Grace) herumschlagen. Doch damit nicht genug: Parker wird von einem merkwürdigen Symbionten aus dem All befallen, der Zorn und Agression, aber auch Kraft verstärkt. Fasziniert von dieser neuen Kraft gibt sich Peter immer mehr dem Symbionten hin, der ihn als Wirt nutzt. Dabei wird Peter aber immer egoistischer und selbstsüchtiger und beginnt sich selbst zu verlieren.
Aus Rachsucht Mary Jane gegenüber geht Peter mit Gwen Stacy, der Tochter des Polzeichefs aus, die außerdem die Freundin von Eddie Brook (hot: Topher Grace), seines Konkurrenten als Fotograf bei der Zeitung Daily Bugle, ist. Diese lässt Parker jedoch abblitzen, nachdem ihr klar wird, dass sie nur benutzt wird um Mary Jane eifersüchtig zu machen.
Man sieht: an Handlung mangelt es dem dritten Teil dieser Heldensaga wahrlich nicht. Aber auch sonst wird einges aufgeboten - die Special Effects übertreffen die der ersten Teile erneut bei weitem und auch die Actionszenen können sich sehen lassen.
Trotzdem überwiegen in diesem Teil die menschlichen Probleme der Charaktere, was die Actionszenen in ihre Schranken weist. Nach den jeweiligen Problemen, mit denen Peter im ersten und zweiten Teil zu kämpfen hatte, geht es nun darum, wie Spiderman der Ruhm um seine Person zu Kopf steigt und er die Probleme und Sorgen seiner Freunde und vor allem von Mary Jane nicht mehr wahrnimmt. Diese Entwicklung wird später noch durch den Symbionten verstärkt, der Peters schlechte Eigenschaften noch betont. Diese Szenen, in denen Peter den selbstfixierten Macho gibt, gehören zwar mit zu den lutigsten des Films, hier schrammt der Film jedoch scharf an der Grenze zum Lächerlichen entlang.
Für diesen Blockbuster wurde wirklich alles aufgefahren: eine rührende Story, atemberaubende Special-Effects, spektakuläre Verfolgungsjagden und Gefechte hoch oben über den Straßen von Manhatten. Dass die Rechnung aufging (der Film spielte an seinem Startwochenende die meisten Einnahmen aller Zeiten ein) und der Film nicht von seiner eigenen Last erdrückt wurde, ist vor allem Sam Riami zu verdanken, der den Film wieder mit einer angenehmen Leichtigkeit inszenierte, die vielleicht nicht mehr an die der Vorgänger herankommt, aber die die verschiedenen Elemente noch immer zueinander in Balance hält und den Film daran hindert sich selbst allzu wichtig zu nehmen.
Es macht daher noch immer wahnsinnig viel Spaß mit Spidey zu Danny Elfmans Spiderman-Theme durch die Häuserschluchten Manhattens zu fliegen und die Stadt zu retten. Spiderman 3 ist - wenn auch etwas wuchtiger als seine Vorgänger - tolles Popcornkino, das seine Zuschauer aufs allerbeste zu unterhalten weiß.
4 von 5 Sterne
[Spiderman 3; USA 2007; 140 min; FSK 12; R: Sam Riami; D: Tobey Maguire, Kirstin Dunst, James Franco, Thomas Haden Church, Topher Grace,...]

1.6.07 09:59


Das Perfekte Verbrechen [Film]

Eigentlich ist Willy Beachum (süß: Ryan Gosling) schon hier raus - das denkt er zumindest. Dem erfolgreichen Staatsanwalt ist ein Job in einer Top-Anwaltskanzlei angeboten worden, den er in zwei Wochen antreten wird. Kein Problem also, den unproblematischen Fall des Ted Crawford (Anthony Hopkins) anzunehmen, der seine untreue Frau angeschossen - und die Tat inzwischen bereits vollständig gestanden hat.
Doch der ehrgeizige und etwas impulsive Beachum, der in Gedanken schon bei seinem neuem Arbeitsgeber und insbesondere seiner neuen Chefin (Rosamund Pike) ist, unterschätzt seinen Angeklagten, der schon längst die Fäden für ein ausgeklügeltes Katz und Maus Spiel gespannt hat.
Genau um dieses spannende Psychoduell dreht sich der Film. Plötzlich steht für Beachum der alte und der neue Job auf dem Spiel, während Crawford seine Spielchen mit ihm treibt. Hopkins liefert hier mal wieder eine grandiose Leistung, dass es eine pure Freude ist, ihm dabei zuzusehen, wie er einen bis ins letzte Detail geplanten Schachzug nach dem anderen zieht - oder sollten wir lieber sagen: wie er die Murmel eine Kurve nach der anderen auf ihrer von ihm selbst konstruierten Bahn nehmen lässt?
Dieser kein bisschen spröde Justizthriller verzichtet ganz auf mit Action geladene Verfolgungsjagten oder Schießereien. Stattdessen setzt der Film ganz auf die intensiven Szenen zwischen den Hauptdarstellern, die jede Action in Spannung locker überbieten.
Als einziger Wermutstropfen ist festzuhalten, dass der Film leider wieder einmal die abgedroschenen Klischees von der kalten kapitalistischen Anwaltskanzlei und dem Idealismus der in öffentlichen Behörden dienenden Beamten, bemüht.
Die Auflösung ist angemessen verblüffend und vor allem weiß der Film genau an der richtigen Stelle zu enden. Überhaupt ist das Timing gut und auch Crawfords eigenartiger Humor unterhält bestens, sodass Das perfekte Verbrechen ein intelligenter Thriller ist (dessen Originaltitel Fracture natürlich wieder um längen origineller ist, als die deutsche Übersetzung), den anzusehen sich auf jeden Fall lohnt.
4 von 5 Sterne
[Fracture; USA 2007; 112 min; FSK 12; R: Gregory Hoblit; D: Anthony Hopkins, Ryan Gosling, David Strathairn, Rosamunde Pike, Embeth Davidtz, Billy Burke,...]

1.6.07 09:00


Mitten Ins Herz - Ein Song Für Dich [Film]

Mitten Ins Herz - Ein Song Für Dich - das hört sich ja wirklich nach einer Hardcore-Schnulze an. Wenn man dann auf dem Plakat ein Stück nach oben schaut und die Namen der Hauptdarsteller betrachtet, stellen sich einem schon fast die Rückenhaare auf. Nicht wegen der Hauptdarsteller an sich, sondern wegen der Kombination - Hugh Grant? Mit Drew Barrymore?
Sitzt man dann aber im Kino, werden beide Befürchtungen schnell entkräftet. Natürlich ist Mitten ins Herz auch eine Liebesgeschichte, aber vor allem ein liebevoll satirischer Blick auf die Musikindustrie, dessen komödiantischen Elemente weit überwiegen. So ist es auch nicht tragisch, dass der Flirt-Faktor zwischen Grant und Barrymore nicht so hoch ist, wie etwa einst zwischen ihm und Julia Roberts in Notting Hill. Dafür werfen sich die beiden die Pointen nur so zu - in dieser Hinsicht stimmt die Chemie absolut. Und was den Titel angeht - sogar Hugh Grant meinte in einem Interview, der deutsche Titel des Films, der im Original einfach Music and Lyrics heißt, sei "nicht sehr gelungen" - was noch viel zu höflich ausgedrückt ist.
Grant spielt Alex Fletcher, das ehemalige Mitglied einer 80er Pop-Band mit dem sehr originellen Namen Pop!, der nun die Chance bekommt noch einmal einen Hit zu landen. Denn der größte Star der Gegenwart, Cora (Haley Bennett), eine abgedrehte Popzicke, irgendwo zwischen Britney und Shakira, möchte, dass Alex Fletcher ein Duett für sie komponiert. Das Problem ist nur, dass Fletcher seit über 10 Jahren keinen Song mehr geschrieben hat. Doch da kommt natürlich Drew Barrymore ins Spiel, die als neurotische Sophie Fisher bei Fletcher Blumen gießt und ihm nicht nur Inspiration sondern auch gleich den Text für den Song liefert. Dass dabei nicht alles so glatt geht, versteht sich bei einer romantischen Komödie von selbst.
Der Film beginnt mit dem Videoclip eines fiktiven Hits von Pop!, dem Song Pop! Goes My Heart, der so herrlich schräg ist, dass sich allein dafür schon das Eintrittsgeld lohnt. Allerdings immer noch nicht ganz so schräg, als dass man nicht glauben könnte, der Videoclip stamme wirklich aus dieser Zeit. Und auch der Song, der den Sound der 80er Jahre persifliert, ist ein richtiger Ohrwurm - der Soundtrack zum Film, auf dem Hugh Grant selbst die meisten Lieder singt, liegt zur Zeit auf Platz 2 der iTunes-Album Charts.
Neben Fletchers Auftritten geht es im Film ja darum, wie Sophie und er zueinander finden. Hierbei folgt der Film dem bewährten Rezept für romantische Komödien mit den bekannten Zutaten: das Abendessen des Stars daheim mit Sophies begeisterter Familie; die Problemchen der beiden, die gemeinsam aufgearbeitet werden müssen; ein Haufen peinlicher Situationen; der große Streit kurz vor Schluss; und schließlich der Wettlauf um die große Liebe doch noch für sich zu gewinnen. Dass diese Zutaten hier jedoch ausgezeichnet funktionieren, liegt vor allem an den Hauptdarstellern und den flotten Dialogen mit perfektem Timing, sodass der Film nicht allzu sehr im Kitsch versinkt - wenn auch ein bisschen davon kaum vermeidbar ist, wenn Alex vor dem ausverkauften Madison Square Garden in New York Sophie ein Ständchen singt. Aber das gehört nun mal zu einer romantischen Komödie unbestreitbar dazu. So kommt es, dass Regisseur Marc Lawrence, ein Spezialist für romantische Komödien, der schon zu den Miss Undercover-Filmen das Drehbuch schrieb und bei Ein Chef zum Verlieben Regie führte, aus der vorhersehbaren Story das allerbeste herausholt.
Auch die Popstars der Gegenwart werden durch den Kakao gezogen - Cora wird als zum Buddhismus konvertiertes, dümmliches Ding dargestellt, die eher mit Bauchtanz und knappen Outfits, als mit ihrer Stimme bestechen will.
Auch wenn der Film Popmusik auf die Schippe nimmt, will er sie nicht verurteilen. Ganz im Gegenteil: Alex Fletcher meint in einem wunderbaren Plädoyer für die Popmusik, dass kein noch so hoch gepriesenes Stück Literatur so schnell gute Laune verbreite, wie ein gut gemachter Popsong. Das weiß eigentlich jeder, trotzdem werden Popmusik und 'Popfilme', die einfach nur vielen Menschen großen Spaß machen sollen, von Kritikern oft hochnäsig und herablassend behandelt - wann schließlich ging der Oscar zum letzten Mal an eine Komödie? Daher meint Hugh Grant, falls Mitten ins Herz überhaupt irgendeine ernste Botschaft haben sollte, dann sei es "die Verteidigung der Popkultur gegen die Snobs". In diesem Fall steht es eindeutig 1:0 für die Popkultur.
4 von 5 Sterne
[Music and Lyrics; USA 2007; 104 min; FSK 0; R: Marc Lawrence; D: Hugh Grant, Drew Barrymore, Brad Garrett, Kirsten Johnston, Campbell Scott, Haley Bennett, Jason Antoon, ...]

17.3.07 16:08


La Vie En Rose [Film]

Wenn man sich als Franzose an die Verfilmung des Lebens der Chansonsängerin Edith Piaf macht, betritt man zwangsläufig heiliges Terrain. Trotzdem hat sich Olivier Dahan (Die purpurnen Flüsse 2) daran gemacht, das Leben von einer Frankreichs größten Ikone auf die Leinwand zu bringen. Dass dabei kein kleines Kammerspiel, sondern ein monumentales Denkmal herausgekommen ist, ist selbstverständlich.
Edith Piaf, die eigentlich Edith Gassion hieß, wuchs in sehr armen Verhältnissen auf. Sie wurde schon früh von ihrer Mutter verlassen und wuchs danach bei ihrer Großmutter väterlicherseits auf, die in der Normandie ein Bordell betrieb, bis ihr Vater, ein Zirkusakrobat, begann sie mit auf Tournee zu nehmen. Da begann sie vor Publikum zu singen.
Im Alter von 15 verließ sie ihren Vater und zog nach Paris, wo sie sich als Straßensängerin durchschlug und vom Kabarettbesitzer Louis Leplée (Gérard Depardieu) entdeckt wurde. Er gab ihr den Namen, unter dem sie bekannt wurde: "La Môme Piaf" (Der Kleine Spatz) - der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte.
Der Film beginnt mit einer Szene Ende der 50er Jahre, als Edith Piaf während eines Konzerts auf der Bühne zusammenbricht. Dahan zeigt dann ihren Aufstieg zum Star parallel zu ihrem Untergang. Diese häufigen Zeitsprünge machen es für den Zuschauer jedoch recht schwer der Handlung ganz zu folgen, da vor allem viele Nebenfiguren aus Piafs Entourage, die generell eher schemenhaft bleiben, häufig wechseln. Zusammen mit den Zeitsprüngen schafft man es als Zuschauer kaum, den Überblick darüber zu behalten, wer zu welcher Zeit Piafs Gefolgschaft angehörte. Andererseits sind die Zeitsprünge geschickt gewählt, sodass die Rückblenden häufig Umstände von Ereignissen oder von Bemerkungen aufklären. Dies kann ganz deutlich geschehen, wie die Geschichte um Piafs zeitweilige Erblindung in ihrer Kindheit ihren späteren Glauben an die Schutzpatronin 'Thérèse' erklärt. Aber auch subtiler, wie die Frage nach Fröschen, die die schon kranke Piaf beiläufig stellt, an die durch eine kurze Rückblende in der Schlussszene erinnert wird.
Mit der Hilfe der ausgeklügelten Zeitsprünge führt Dahan den gesamten Film ganz auf Piafs Auftritt im berühmten Pariser Konzertsaal L'Olympia hin, wo sie ihr wohl bekanntestes Lied, "Non, je ne regrette rien", aufführt. Diese brillante Konstruktion des auch ansonsten technisch perfekt gemachten Films, der souverän an der Grenze zum Kitsch vorbei steuert, tröstet dann auch über einige Schwächen des Streifens hinweg. So verliert sich die Gesamthandlung einige Male in Details und einzelne Szenen, etwa der Boxkampf von Piafs Geliebten Marcel Cerdan, ziehen sich unnötig lange hin.
Ein fast größeres Wagnis als einen Film über Piaf zu drehen, ist sicherlich die Aufgabe in die Haut der launischen Diva zu schlüpfen. Marion Cotillard (Taxi, Ein Gutes Jahr), der diese Aufgabe zufiel, hat sie jedoch meisterhaft bewältigt und konnte sogar die Franzosen überzeugen. Sie ist wohl der Hauptgrund, warum dieser auf der Berlinale gefeierte Film so gut funktioniert und bisher allein in Frankreich rund vier Millionen Menschen in die Kinos lockte.
Die Lieder, die man im Film zu hören bekommt, sind größtenteils Originalaufnahmen von Piaf. Einige Lieder, die Piaf im Film auf der Straße oder in Bars singt, wurden von der Sängerin Jil Aigrot eingesungen. Dem Film kommt auch zu gute, dass er nicht zu sehr in Piafs Hits schwelgt, sondern die Person Edith Piaf in den Vordergrund stellt und ihre Lieder meist nur als Hintergrundmusik verwendet. Umso magischer ist dann die letzte Szene, als Piaf ihren größten Hit singt und der Regisseur die Handlungsfäden zu genau diesem Punkt zusammenführt.
4 von 5 Sterne
[La Môme; F/GB/Tschech 2007; 140 min; FSK 12; R/B: Olivier Dahan; D: Marion Cotillard, Sylvie Testud, Pascal Greggory, Emmanuelle Seigner, Jean-Paul Rouve, Clotilde Courau, Jean-Pierre Martins, Gérard Depardieu, ...]

15.3.07 12:44


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